Information Density bei Concatinierter Faktentabelle

Zu jedem Feld kann man sich in QlikView und Qlik Sense die Information Density anzeigen lassen. Das ist eine wichtige Information, um die Datenqualität Ihrer App zu überprüfen.

Hier ein Beispiel: im Kundenstamm haben nur 75,8% aller Kunden eine Telefax Nummer gepflegt. Das könnte bei Ihrer nächsten Telefax-Marketing Kampagne (falls es soetwas noch gibt :-)) störend, für Ihre nächste Rechnungslegung unter Umständen sogar sehr ärgerlich sein!

Information Density in Qlik
Information Density - links in Qlik Sense, rechts in QlikView

Jedes einzelne Feld zu überprüfen ist einigermaßen zeitaufwendig, weswegen wir in unserem Heldendaten Applikationstemplate gerne den Data Profiler von quickintelligence.co.uk nutzen. Dort sieht man die "Null Values" eines Feldes auf einem Blick.

Telefax hat 22 Null Values, was die Information Density von 75,8% ergibt
Auch andere Felder im Kundenstamm haben eine Information Density < 100 %

Information Density bei Concatinierter Faktentabelle

Schwieriger wird es mit der Information Density-Kennzahl, wenn Sie ein Datenmodell mit mehreren Faktentabellen bauen. Das passiert sehr häufig: Ihre Applikation hat mehrere Faktentypen (IST-Zahlen und Budget-Zahlen) oder Sie verheiraten die ERP-Altdaten mit Daten ihres aktuellen ERPs. Steht ist es wichtig zu wissen, welche Spalten wie gut gefüllt sind. Vor allem wenn man sicherstellen möchte, dass der Anwender mit seinen Selektionen die Daten aus allen Quellsystemen wählt (also die Information Density 100% ist)


Zur Veranschaulichung, hier ein Beispiel wie in  Qlik solche Faktentabellen aussehen:

Concat Fakten in gemeinsame Faktentabelle
Für den Faktentype Procurement Cost gibt es das Feld Region  in der Quelle nicht. Damit ist die Information Density für diese Feld  jetzt nur noch 14 (befüllte Zeilen) /20 (Zeilen insgesamt) = 70%. Viel interessanter wäre es aber zu wissen, dass das Feld Region folgende Information Densities hat:

  • Sales: 100%
  • Plan Yearly: 100%
  • Procurement Cost: 0%
Wählt ein Anwender einen Eintrag im Feld Region an der Oberfläche, so sieht er keine Procurment Costs mehr. Das kann gewünscht sein, oder ein fehlerhaftes Mapping/fehlende Daten sein. Eine Information Density pro Faktentyp ist also Notwendig für eine umfassende Problemanalyse.
Dafür benötigen wir zuallererst ein Feld Source um zu wissen aus welcher Quelle welche Datensatzzeile ursprünglich kommt. Das Aufbauen Ihrer Faktentabelle Facts sollte also etwa so aussehen (je nachdem ob aus Datenbank/QVD/resident)

Facts:
load
*,
'Sales' as Soure
from/resident Sales;

concatenate (Facts)
load
*,
'Plan Yearly' as Soure
from/resident Plan Yearly;

concatenate (Facts)
load
*,
'Procurement Cost' as Soure
from/resident [Procurement Cost];
 
 
Als nächsten Schritt müssen NullCounts() für alle Felder im Script berechnet werden. Wenn Sie ein 3-Schichtenmodell nutzen, würde ich das Script im Datenmodell hinzufügen. Bei großen Datenmengen und vielen Faktenspalten kann das Skript schon mal länger rechnen - fügen Sie sich vielleicht einen Variablen-Schalter ein, damit das Skript beim Entwickeln nicht ständig ausgeführt wird.

//config
let tFactTableName = 'Facts';
let tSourceTable_Field = 'Source';


//Generate Fields that are in Facttable
let vAggregations = '';
for i = 1 to nooffields('$(tFactTableName)')

 let vField = Fieldname($(i),'$(tFactTableName)');
 if (vField <> '$(tSourceTable_Field)') then
   let vAggregations = vAggregations & 'nullcount([$(vField)])  as [$(vField)] ,';
 end if
 
 
 
next
trace *************** Check for fields: $(vAggregations);

ttFactsInfo:
load
   $(tSourceTable_Field), 
   $(vAggregations)
   1 as dummy
resident $(tFactTableName) group by $(tSourceTable_Field);

drop field dummy;


//Transform table to get all Fieldnames in a single column
tFactsInfo:
CrossTable (FieldName,NullCount,1)
load
  *
resident ttFactsInfo;
drop table ttFactsInfo;
 
  
//Check how many rows each "Source Table" has
MappingFactsSourceCount:
mapping
load
 $(tSourceTable_Field),
 count($(tSourceTable_Field))  as AllCount
resident $(tFactTableName) group by $(tSourceTable_Field);


//Generate FactsInfo
FactsInfo:
load
 $(tSourceTable_Field),
 FieldName,
 applymap('MappingFactsSourceCount',$(tSourceTable_Field), -99) 
           as AllCount,
 NullCount,
 applymap('MappingFactsSourceCount',$(tSourceTable_Field), -99)-NullCount 
          as FoundCount
resident tFactsInfo;

drop table tFactsInfo;

//optional drop table Facts;


let tFactTableName = ;
let tSourceTable_Field = ;


Das Skript erzeugt einen neue Tabelle FactsInfo mit den Feldern NullCount und FoundCount für jeden Fieldname pro Source-Tabelle. Damit lässt sich dann eine Pivottabelle bauen, die Ihnen die Information Density pro Feld zeigt. Unterhalb sehen Sie ein beladenes Beispiel in Qlik Sense
Information Density Example Concat Facts
Information Density für die Fakten: Buget, ORDERS und VBRP
Die Gesamtwerte-Spalte zeigt die Information Density wie sie Qlik im Datenmodell anzeigen würde. Daneben sehen wir die Befüllung in den Faktenquellen. Man sieht zum Beispiel auf einen Blick, dass das Feld PRODH (Produkthierarchie) in einigen ORDERS-Faktenzeilen nicht befüllt ist, da die Information Density dort nur 99,98% ist. Das Feld %KUNNR hat leere Einträge in ORDES und VBRP. Die Spalte NetSalesBudget hat nur eine Information Density von 1,94% - das ist aber OK weil es nur in der Source-Tabelle Budget befüllt ist (und dort dafür mit 100% immer einen Wert hat)

Als keines Gimmick sei auch noch das Sortieren der Pivot-Tabelle genannt. Sowohl die Sortierung nach Information Density, als auch eine alphabetische Sortierung der Feldnamen kann Sinn machen. Mit einer Variable kann die Sortierung hin- und hergeschalten werden. Siehe Screenshot mit alphabetisch sortierten Feldnamen - jetzt mit QlikView:

Information Density alphabetisch sortiert

Das komplette Beispiel für QlikView und Qlik Sense finden Sie unter content.heldendaten.eu/InformationDensity.zip









Automatische Email Benachrichtigung - Notification Connector For QlikView & Qlik Sense

Zuletzt habe ich auf einem Projekt gearbeitet, bei dem die QlikView Dashboards "Near Realtime" kontinuierlich geladen werden. Das funktioniert sehr gut - außer wenn der QlikView Publisher auf einen dauerhaften Fehler läuft - denn dann wird man mit Alert-Emails nur so zugespammt. Jeder fehlgeschlagener Reloadtask schickt eine eigene Email. Da kommen in der Stunde schnell 300 Emails zusammen.

Notification Connector For QlikView & Qlik Sense

Um die Emailflut einzudämmen, aber trotzdem über Fehler informiert zu werden, haben wir den Notification Connector For QlikView & Qlik Sense benutzt. Ende des Sommers hat Qlik unsere alten Freunde von qvsource.com übernommen, und dankenswerterweise einige Konnektoren zur freien Benutzung bereitgestellt. Darunter eben auch den Notification Connector, der es erlaubt, aus dem QlikView-Script heraus Emails zu verschicken.

Die freien, ehemaligen QVSource Connectoren, die Sie aus dem Qlik Market herunterladen können


Prinzipiell war der Emailversand auch mit den QlikView Alerts schon immer möglich. Aber die hübsche Formatierung in HTML, und die Flexibilität des QlikViewScripts ist  mit dem Notification Connector doch besser. In Qlik Sense ist der Connector überhaupt die erste Wahl um automatisiert Emails zu senden.

Fehlgeschlagene Tasks erkennen


Um Fehler aus den Publisher Logs zu lesen, haben wir uns bei den Skripten aus dem QlikView Governance Dashboard 2.0 bedient. Dort ist das Skript im versteckten Scriptreiter sichtbar, wenn man das Passwort "QVGD2.0" eingibt.

Das Hidden Script des Governance Dashboards

 Email Versand


Die .qvw  wird in unserem Projekt jede Stunde vom Publisher angestoßen, und sucht nach allen Taskfehlschlägen die seit dem letzten Run passiert sind.  Findet es Fehler, so schickt es eine Email mit allen betroffenen Applikationsnamen und den Log-Pfaden. So hat man mit einem Klick die Möglichkeit den Grund des Fehlers zu analysieren.

Email des Notification Connetors, insgesamt sind in der letzten Stunde 7 Tasks fehlgeschlagen

Einmal am Tag schickt die Applikation außerdem eine "Alive"-Email und sagt wie viele Reloads erfolgreich durchgeführt wurden. 

Email des Notification Connectors: von den 137 Reloads in der letzen Stunde waren alle erfolgreich. Kein Grund zur Sorge

Auch wenn Sie keine häufigen Reloads haben, so ist der Notification Connector hilfreich. Anstatt morgens in die QMC zu sehen, können Sie sich hier beliebige Informationen der nächtlichen Beladung zukommen lassen. Natürlich können Sie sich mit dem Notification Connector alle möglichen Informationen&Alarme versenden (Umsatzgrenze unterschritten, Datenqualitätsprobleme, etc.). Ihrer Phantasie ist da im QlikView Script keine Grenze gesetzt.

Die .qvw finden Sie zum Download hier. Sie müssen den Notification Connector am gleichen Rechner wie den Publisher auf Port 5555 installiert haben. In der .qvw müssen Sie am Reiter "Main" Ihre Einstellungen in den Variablen vornehmen. Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung!


 

Search in Qlik Sense

Die Kollegen vom Qlik Design Blog haben einen schönen Artikel über die Suchmöglichkeiten in Qlik Sense verfasst. Das Cheat Sheet welches dabei herausgekommen ist, sollte man am besten jedem Anwender zur Verfügung stellen.


Qlik Sense Search Cheat Sheet
Suchen in Qlik
In QlikView sind die Suchmöglichkeiten leichter zu finden, weil der Anwender einige davon mit einem Rechtsklick auswählen kann. Dienlich ist das Cheatsheet aber sicherlich auch für QlikView-Anwender, da alle angeführten Suchen ebenfalls existieren.

Als Alleinstellungsmerkmal hat Qlik Sense 3.0 in der globalen Suche ein neues Feature, bei dem der Suchbegriff auch in den Diagrammen gesucht wird. Wenn Sie etwa in der Helpdesk Application nach "Infra" suchen, liefert die globale Suche direkt ein Preview auf ein Balkendiagramm und ein Liniendiagramm, in denen der Suchbegriff als "IT Infrastructure" und "Web Infrastructure" vorkommt.

Qlik Sense 3.0 Search Expression in Charts
Qlik Sense 3.0 Suche in Charts

Das Feature ist sehr prominent platziert. Manchmal geht dabei fast die normale Feldsuche ein wenig unter. Wir sind gespannt wie diese Feature von den Anwendern adaptiert wird.

Wozu ich in der Qlik Sense Dokumentation  leider nichts finden konnte, sind dynamische Bookmarks. Zum Bespiel benötigen wir öfter einen Button der das aktuelle Datum auswählt. Die Syntax dafür ist leider nicht so simple, dass jeder Anwender ohne weiteres die entsprechende Expression aus dem Ärmel schüttelt: man muss den Feldnamen und die Funktion tippen. =today() alleine greift leider nicht.

Qlik Sense Dynamische Suche in Feld
Eine Suche nach "heute" im Feld Date - ausgeführt am 16.09.2016

Soweit so "QlikView" könnte man sagen. Dort ist es die gleiche Syntax! Der Unterschied zeigt sich aber in der Auswahlbox. In QlikView steht dort der Dynamische Ausdruck, in Qlik Sense jedoch das Ergebnis der Suche: "9/16/2016".

QlikView Auswahlstatus dynamische Suche
In QlikView sieht man den dynamischen Ausdruck


Damit hatte ich eigentlich angenommen, dass es momentan keine dynamischen Lesezeichen in Qlik Sense gibt. Auch in der Lesezeichen Definition kann man leider nicht erkennen, ob es ein dynamischer Ausdruck gespeichert wird, oder das Ergebnis der Suche...

Qlik Sense Bookmark Dialog


Legt man jedoch das Lesezeichen auf einen Button, wartet mal kurz einen Tag und klickt diesen dann, so merkt man, dass auch in Qlik Sense das Lesezeichen die dynamische Suche (und nicht den 16.9.2016) speichert.

Qlik Sense Button Apply Bookmark
Button mit "Apply Bookmark"


Qlik Sense Dynamic Bookmark
Der Klick auf den "Select Today" Button am 17.09.2016



Wer sich selbst überzeugen möchte, die Applikation ist online auf demo.heldendaten.net zu finden! Dynamische Bookmarks funktionieren also auch in Qlik Sense. Wer die Applikation vor dem Jahr 2029 testet, sollte mit dem Button immer den aktuellen Tag gewählt bekommen. Danach müsste ich das Skript anpassen ;-)

QlikView und Windows 10

Mit dem heutigen Tag endet das Gratis-Update auf Windows 10. Auch in vielen Firmen sind zumindest neu angeschaffte Geräte bereits mit Windows 10 ausgestattet. Da viele Kunden noch auf QlikView 11.20 setzen, war in letzter Zeit folgende Fehlermeldung beim QlikView Developer/Plugin Setup die häufigste Anfrage, die wir über unseren Support-Kanal bekommen haben: "Das Betriebssystem ist zum Ausführen von QvPluginSetup nicht geeignet".

QlikView 11.20 SR15 Fehlermeldung bei der Installation unter Windows 10


QlikView 11.20 SR15 lässt sich also nicht unter Windows 10 installieren. Das ist korrekt, denn der offizielle Support für Windows 10 ist erst mit QlikView 12 hinzugekommen. Siehe System Requirements für QlikView 12.

In unseren Test hat sich gezeigt, dass es beim Zugriff mit QlikView 12 Client auf einen QlikView 11.20 Server zu Problemen kommen kann: wir hatten etwa den Fall wo sich Buttons im IEPlugin nicht mehr klicken ließen, wodurch das Ein/Ausblenden von Objekten nicht mehr funktioniert hat. Außerdem ist dieses Mixed-Deployment von Seiten Qlik eigentlich nicht supported, da unterschiedliche Programmversionen auf Client und auf Server installiert sind.

Ein überstürzter Upgrade auf QlikView Server 12 sollte jedoch nicht ganz auf die leichte Schulter genommen werden. Wie Rob Wunderlich in seinem Post "Preparing your script for QV12" zusammengefasst hat, verhält sich die neue Qlik-Engine, welche in Qlik Sense und QlikView Version 12 zum Einsatz kommt, bei manchen Script-Befehlen unterschiedlich zu QlikView 11.20.  Mittelfristig müssen wir uns aber alle mit diesen Änderungen auseinandersetzen, da der End Of Life für QlikView 11.20 mit 8. Dezember 2017 definiert ist.

Aus den oben genannten Gründen, schlagen wir momentan folgende Vorgehensweise vor:

  • Stand heute sind die meisten unserer Kunden auf QlikView 11.20
  • Wenn Sie vorhaben in Ihrem Unternehmen Windows 10 großflächig auszurollen, bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, damit wir ein Upgrade auf QlikView 12 planen können

  • Wenn Sie vereinzelte Windows 10 Rechner haben, dann gibt es die Option den QlikView Developer 11.20 bzw. das QlikView Plugin 11.20  im Kompatibiltätsmodus für Window 7 zu installieren.

    Soweit wir sehen, funktioniert sowohl der QlikView Developer als auch das QvPlugin für Internet Explorer (nicht für Edge!) mit diesem "Trick". Dieses Vorgehen ist wohl auch nicht supported, aber zumindest hat man QlikView in der gleichen Version wie am Server am Laufen!

Kompatibilitätsmodus für Win 7 aktivieren und dann Setup starten

Der Beweis: Windows 10 Pro mit einem 11.20 SR15 QlikView Internet Explorer Plugin


  • Mittelfristig planen Sie bitte den Upgrade auf QlikView 12 ein. Heldendaten steht Ihnen hierfür natürlich gerne zu Verfügung!

    Dafür werden wir zuersten den Testserver auf QlikView 12 aktualisieren, um zu Überprüfen, ob alle Skript wie gewünscht durchlaufen. Wenn diese Tests erfolgreich abgeschlossen sind,  sollten wir den Upgrade der Produktivumgebung einplanen. Bitte kommen Sie dafür vor Herbst/Winter 2017 auf uns zu, da Sie sonst erst wieder mit einer nicht mehr supporteten Verison QlikView 11.20 da stehen!





Qlik SAP Connector - Fallstricke beim Update

Bei Connectivity gilt für viele Leute das alte Sprichwort "Never touch a running system". Das gilt auch sehr stark für den Qlik SAP Connector. Einmal installiert, liefert er zuverlässig die Daten an die Qlik Platform - über ein Upgrade denken da die wenigsten nach.

Ab und zu einen Blick auf die aktuellen Releasenotes zu werfen, schadet aber nicht! Zuletzt kam mit Version 5.9 der neue BEx Connector hinzu, und auch sonst beinhaltet der aktuelle Connector einige Neuerungen. Unterhalb sehen Sie die aktuellen Zugriffsmöglichkeiten auf Ihr SAP System.

Zugriffe auf SAP ERP
Zugriffe auf SAP BI/BW


Seit Frühjahr 2016 liegt der  "Qlik Connector for use with SAP 6.1.2" vor. Die ReleaseNotes beinhaltet eine verlockende Aussage, gerade für Kunden die noch die Versionen 5.80 oder 5.90 im Einsatz haben:

  • SQL Connector: Significant performance improvement for reload times

Das Upgrade will aber gut geplant sein, beinhaltet es doch einige Fallstricke!

Änderung des Connection Strings

Mit dem Support von Qlik Sense, hat sich auch der Connection String des SAP Connector ab Version 6.1 geändert. Wenn Sie den Connection String ordentlich in einem Include File pflegen, sollte das Umstellen mit einem geringen Aufwand verbunden sein. Ändern Sie einmalig .dll in .exe und beim OpenSQL Connector müssen Sie "Sql" einfügen!

Old connection string for QlikView:
CUSTOM CONNECT TO "Provider=QvSAPConnector.dll;…

New connection string for QlikView:
CUSTOM CONNECT TO "Provider=QvSAPSqlConnector.exe;…

Falls Sie den Connectionstring in mehreren Applikationen stehen haben - spätestens jetzt wäre der Zeitpunkt für ein Include-File!

Aktuelle Transporte

Mit jeder Version des SAP Connectors werden auch SAP-seitige Qlik Module ausgeliefert. Diese Transporte sollten eigentlich immer gleichgezogen mit der aktuellen Connector-Version auf Ihrem Windows-Server werden. Seit dem Release 5.80 SR2 gab es da eine gewisse Abwärtskompatibilität, weswegen das gerne vernachlässigt wurde. Der Einzige der sich beschwert hätte, ist der Qlik SAP Log! Den finden Sie unter C:\ProgramData\QlikTech\CustomData\QvSAPConnector\Log


Mit der Version 6.1.2 sind die Transporte auf jeden Fall wieder hochzuziehen, wenn Sie den SQL Connector oder den BEx Connector im Einsatz haben. Siehe die Tabelle aus den Releasenotes, die neue Kompatibilität für SQL+BEx Connector beginnt mit 6.1.1.




Einen Überblick welcher Transport in welcher SAP Basis Version zu welcher Connector-Version passt, finden Sie im QlikSupport hier.


Änderung der Datenanlieferung - Führende Nullen

Die größte Änderung verbirgt sich in einem unscheinbaren Satz in den Release Notes zu Version 6.1 IR.

The SAP data types CHAR (character) and NUMC (numeric character) were previously interpreted (in the Qlik script) as ‘numeric’ if they contained only digits. Leading zeroes were removed. (0000141000 became 141000).

Diese Änderung hat aber gravierende Auswirkungen auf bestehende Skripte. Wir haben Fälle gesehen, wo als Folgewirkung die Datenmodell keine Daten mehr aus den .qvds geladen haben. Zum Beispiel lieferte folgender Pseudocode


from .qvd
where MANDANT = '10' 

plötzlich nur noch 0 Zeilen!

Alle Skripte mussten auf

from .qvd
where MANDANT = '010' 

geändert werden.

Manche Schlüssel und Datenfelder änderten ihren Typ von Zahl auf Text, was in den Layouts zu "unbrauchbaren" Applikationen führte. Wir konnten nur mittels Informationen im QVD Header rausfinden, welche Felder alle betroffen sind.

Das Verhalten ist ebenfalls problematisch, wenn Sie bestehende .qvds haben und nur einen Delta-Load durchführen. Alte .qvds, erzeugt mit einer Version vor 6.1 IR, sind sozusagen nicht kompatibel. Sie müssten einen Fullload machen. Also alles Punkte die mit sehr viel Aufwand verbunden sind.

Nach Rückfragen beim Qlik Support gibt es mit 6.1.2 nun jedoch ein undokumentiertes (aber supportetes!) Connectionstring-Setting DataTypeLegacyMode=1. Wir hatten noch nicht die Möglichkeit es zu testen, aber ich hoffe damit bleiben uns viele Skriptumstellungen erspart.

Zusammenfassung

Egal von welcher Version des Connectors Sie updaten, ein Upgrade will geplant sein! Bitte zuerst die Transporte am SAP Testserver updaten, und dann das Qlik Setup auf dem Windows-Server durchführen. Wenn dann alle Qlik Skripte sauber durchlaufen, können Sie das Update der Produktion in Angriff nehmen!

Nachtrag 24.03.2017

Folgenden Knowledgebase Artikel gibt es nun von der Qlik bezüglich Datumsfeldern zu beachten:




heldendaten GmbH,2020